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Umweltschützer wissen offensichtlich
nicht wie man einen Baum pflanzt
Beitrag vom 30.10.2010

Der im Baggerloch auf der zukünftigen Trasse der Ortsumgehung
Freiberg gepflanzte Baum musste einem einfach leid tun. Lieblos war er
da in einer mit Schottersteinen gefüllten Grube eingegraben. Seine
Chancen auf Anwachsen und langes Leben waren sehr gering. Die
Umweltaktivisten wussten offensichtlich nicht wie man eine ordentliche
Pflanzgrube herstellt. So hatten sie vergessen, den nicht
wachstumfördernden Schotterboden gegen Mutterboden auszutauschen.

Als ich vorbeikam blickte der Baum mich schon sehr traurig an. Ich
hatte Mitleid und dachte an Goethe. In seinem Gedicht "Gefunden" heißt
es in den letzten Zeilen.
Ich grub`s mit allen Würzlein aus Zum Garten trug ich`s Am
hübschen Haus Und pflanzt es wieder am stillen Ort Nun zweigt es
wieder und blüht sofort.
Und weil ich Mitleid hatte, tat ich, was mir Goethes Gedicht geraten
hatte. Ich grub den Baum aus und pflanzte ihn an einen Ort, an dem er
sich wohl fühlt. Ich bereitete ihm eine ordentliche Pflanzgrube, füllte
Mutterboden auf und setzte ihn ein.
Dankbar blickte mich der Baum an. Und immer wenn ich an jenem Ort
vorbeikomme scheint der Baum mir zuzuraunen, gut dass es noch Menschen
gibt, die Bäume lieben.
Gedanken zum Thema Baum in der Schottergrube, die sich eine
wahrer Baumfreund so oder so ähnlich machen könnte.
Ein Baumfreund
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